Kontaktlinsen
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Myopiemanagement- Kurzsichtigkeit entgegenwirken

Die Myopie (Kurzsichtigkeit) entsteht in den allermeisten Fällen durch ein zu langes wachsen des Augapfels - meist beginnend im Kindes- oder Jugendalter. Dieses Längenwachstum führt zu einem höheren Brechwert in Relation zur Augenlänge. Die Ursachen der Myopie-Entwicklung sind nach wie vor nicht eindeutig erforscht. Man vermutet genetische sowie Umweltfaktoren die für die Entstehung und Entwicklung der Kursichtigkeit von Bedeutung sind. Vor allem höhere Myopien erhöhen das Risiko für Netzhautablösung, myope Makulopathie oder Glaukom (grüner Star). Diese Risiken werden durch die immer höhere Lebenserwartung noch verstärkt.

Die Forschung befasst sich aktuell stark mit der Suche nach der Ursache für die Myopie sowie den Möglichkeiten zur Beeinflussung. Dabei gibt es einige Erkenntnisse, wie die Entwicklung der Kurzsichtigkeit verlangsamt werden kann.

  • Heranwachsende sollten sich täglich im Freien aufhalten. Das Sonnenlicht reguliert die Entwicklung des Augapfels positiv. Das Längenwachstum wird verlansamt. Hier vemutet man einen Zusammenhang mit dem Dopaminaustoss.
  • Langes Sehen auf kurze Distanzen gilt es zu vermeiden. Abwechselnde Sehdistanzen sind gut für die Entwicklung des wachsenden Auges.
  • Durch die Anpassung spezieller Kontaktlinsen kann das Längenwachstum des Auges verlangsamt werden.
  • Spezielle Augentropfen - zur Zeit jedoch noch nicht weit verbreitet da primär in der Forschung eingesetzt - können das Längenwachstum verlangsamen.

Beim Myopiemanagement mit Kontaktlinsen wird durch das Tragen spezieller Kontaktlinsen dem Fortschreiten der Kurzsichtigkeit entgegen gewirkt. Dies kann mit Monats-Kontaktlinsen, speziellen individuell gefertigen Halbjahres-Kontaktlinsen oder auch mittels Nachtlinsen (Orthokeratologie-Kontaktlinsen) erreicht werden. Das gemeinsame Ziel: Gesunde Augen mit einem möglichst geringen Korrekturbedarf und damit ein geringeres Risiko für krankhafte Veränderungen und bleibende Sehminderung.

Studien zeigten, dass auch Atropin Augentropfen für die Verlangsamung von Myopie eingesetzt werden kann. Da aber das üblicherweise verabreichte Atropin mit 1% Wirkstoff starke Nebenwirkungen hat und es daher nicht generell und täglich eingesetzt werden sollte, werden momentan vielversprechende Tests mit geringeren Lösungen getestet. Atropin kann in vielen Länder nicht von Augenoptikern oder Optometristen, sondern von Augenärzten verschrieben werden.

Sie möchten mehr Informationen zum Thema Myopiemanagement? Informieren Sie sich persönlich bei unseren Kontaktlinsenspezialisten. Gerne können Sie dazu auch einen Termin (Kontaktlinsen-Info) in unserer Online-Agenda vereinbaren.

Viele Informationen zum Thema mit Links zu Studien erhalten Sie auch auf der Homepage von Myopia Care.

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